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8.9.2008 : 19:13 : +0200

Studiengang

Historie des HWI Protestes

29.01.2007 - Nachdem die Studierenden ab Ende der letzten Woche dem 1. Bürgermeister Ole von Beust, dem CDU Fraktionsvorsitzenden Bernd Reinert und dem parlamentarischer Geschäftsführer der CDU Fraktion Klaus Peter Hesse zahlreiche Briefe mit Gründen für die Erhaltung des HWI zugesendet haben tagte heute Abend die CDU-Fraktion.
Um es vorwegzunehmen: Wir haben nicht gewonnen, jedoch auch nicht verloren.
Der SPD-Antrag auf Erhalt des HWI soll in den Wissenschaftsausschuss verwiesen und dort dann abschließend verhandelt werden.
Dies ist für uns auf jeden Fall ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung und wäre noch vor kurzem als völlig unmöglich eingestuft worden, denn die CDU-Fraktion war fest entschlossen, den Antrag ohne Ausschussarbeit abzuschmettern.
"Es ist gut möglich, dass wir als Beteiligte vom Wissenschaftsausschuss angehört werden", so Clemens Aipperspach.

Desweiteren gibt es hier nun Startet den Datei-DownloadFotos zur Luftballonaktion am Rathaus zum Runterladen.

Luftballons als Appell an die Vernunft
Luftballons als Appell an die Vernunft

24.01.2007 - Heute wurden die drei Hochschulpräsidenten von Uni, HAW und TU ins Rathaus zu einem Gespräch geladen. Kurz zuvor haben etwa 50 Studierende von uns 200 Luftballons als einen "Appell an die Vernunft" vor dem Rathaus steigen lassen. An den Ballons waren Postkarten von HWI'lern gebunden mit zahlreichen Gründen warum der HWI bestehen bleiben muss.
Das Gespräch im Rathaus scheint positiv verlaufen zu sein, wie uns die Vizepräsidentin der HAW und der persönliche Referent der Uni im Nachhinein mitteilte. TU-Präsident Prof. Dr.-Ing. Kreuzer konnte die von Prof. Dr.-Ing. Kurtz (Uni) und Prof. Dr. rer. nat. Stawicki (HAW) vorgebrachten "Pro-HWI-Argumente" nicht entkräften.
Nun muss die CDU-Legislative neu Entscheiden.

23.01.2007 - "Dieser Weg wird kein leichter sein. Dieser Weg wird steinig und schwer" - was Xavier Naidoo schon seit dem letzten Sommer wusste, wurde uns seit Anfang Dezember immer wieder unter die Nase gerieben. Nachdem unsere Motivationskurve Ende Dezember nach der TU-Hochschulsenatssitzung einen neuen Tiefstand erreichte, scheint es nun wieder langsam bergauf zu gehen.
Am Dienstag Vormittag bekamen wir endlich die Möglichkeit zusammen mit der Verwaltung die Kennzahlen vor der Behörde für Wissenschaft und Forschung richtig zu stellen. Nun beträgt die Studiumerfolgsquote plötzlich nicht mehr 30% sondern 43-45%. Ich weiß, uns war das bewusst, jedoch wollte ich es noch einmal geschrieben haben.
Desweiteren brechen nur 2,5% der Studierenden ihr Studium ab nachdem Sie das Vordiplom erhalten haben. Von Reibungsverlusten zwischen den Hochschulen darf hier also auch nicht die Rede sein.

Versammlung der HWI-Studenten auf dem TU-Campus
Versammlung der HWI-Studenten auf dem TU-Campus

20.12.2006 - Es waren wieder rund 200 Studenten an der TU um bei der Hochschulsenatssitzung noch einmal unseren Studiengang zu präsentieren. Das Modell wurde wieder aufgebaut — ähnlich wie beim letzten Mal, jedoch gab es zudem Glühwein vom FSR HWI für die weihnachtliche Stimmung und gegen das nasskalte hamburger Wetter. Im Vorwege der Senatssitzung wurde mit sehr vielen wichtigen teilnehmenden Professoren gesprochen, die fast ausnahmslos inhaltlich zustimmten, der HWI müsse erhalten bleiben, und ihre Unterstützung zusagten.
Auf der Sitzung erhielten wir kurzes Rederecht. Wir appellierten deutlich an die Vorbildfunktion der Senatsmitglieder und an ihr Verantwortungsbewusstsein — auch und gerade im Sinne der TUHH. Wir stellten einen Brief-Entwurf vor, den wir den TU-Senat baten an die Behörde zu schicken. Inhalt war folgender:
Die TU bittet die Behörde, die Diskussion um den Studiengang HWI losgelöst von der Notwendigkeit der neuen BWL-Professuren an der TU zu betrachten (da hier an sich kein inhaltlich notwendiger Zusammenhang besteht). Die TU hat daher einen Kommission einberufen, die prüft ob eine Fortführung des HWI mit bestehenden Ressourcen möglich ist und fordert sie auf, diese Option für uns offen zu halten.

Glühwein vom FSR HWI
Glühwein vom FSR HWI

Die TU hätte sich damit alles offen gehalten und wäre keinerlei Risiko eingegangen. Für die Teilnahme an dieser Kommission hatten sich bereits im Vorwege TU-Professoren (u.a. der ehem. Präsident Prof. Dr. Nedeß) bereit erklärt.
Leider bügelte Herr Prof. Dr. Kreuzer den Vorschlag mit dem Einwand kategorisch ab, Herr Senator Dräger habe ihm persönlich, angeblich erst am Montag, nach mehrmaligem Nachfragen immer wieder zu verstehen gegeben, dass diese Option auf keinen Fall bestünde. Unser Einwand, die Wissenschaftsbehörde müsse sich nach einer inzwischen deutlichen
Korrektur der HWI-Kennzahlen und der Einmischung des Wissenschaftsausschusses bald neu positionieren, wurde ignoriert. Der Hinweis, dass keine der drei renommiertesten deutschen TUs auf einen BWL-Master setzt, sondern alle den integrativen Wirtschaftsingenieurstudiengang bevorzugen, erntete lediglich betretenes Schweigen. Dass die TU mit dem Ausstieg aus dem HWI auf einen Schlag rund 20 % ihrer Absolventen sowie 650 immatrikulierte Studenten sowie ihren
attraktivsten Studiengang verliert, fand in diesem "akademischen Senat" ebenfalls keinerlei Beachtung.
Nicht einer der Professoren, die uns vorher ihre Unterstützung zugesagt hatten, fand den Mut, einmal das Wort für uns zu erheben. Offensichtlich war in einer internen "Vorbesprechung" bereits das Verhalten abgesprochen worden.
Dazu passt, dass der TU-Senat von den im Vorwege gelaufenen Kooperationsverhandlungen über den HWI vom Präsidenten kaum informiert wurde. Dass der TU-Senat eine Kündigung der Dreierkooperation eigentlich beschließen muss, soll anscheinend umgangen werden, indem Herr Senator Dräger die Uni und die HAW aufgefordert hat, von ihrer Seite aus zu
kündigen. Aber auch darüber wagt offenbar keiner der Senatsmitglieder sich beim Präsidenten zu beschweren.

19.12.2006 - Eine Sonderausgabe der Zartbitter erscheint – u.a. mit Interviews mit Herrn Senator Dräger und dem designierten SPD-Bürgermeisterkandidaten Herrn Dr. Petersen. Herr Senator Dräger selbst sagt darin im Übrigen aus, dass er sich nie um die HWI-Neugestaltung gerissen habe.

18.12.2006 - Es fand ein Gespräch mit Herrn Professor Kreuzer statt. Es hat sich bestätigt: Der TU-Präsident scheint unsicher. Auch seine Hausmacht, die sowieso schon angeschlagen war, bröckelt im Moment extrem. Am Rande ergab sich ein interessantes Detail: Der Erhalt des HWI würde die TU nur 0,8 Mio. €/a zusätzlich kosten!

11.12.2006 - Julika und Sören hatten ein Gespräch mit dem Leiter und weiteren vier Mitgliedern der Wissenschaftsbehörde sowie einer Vertreterin der CDU-Fraktion. Es ist offensichtlich: Der Thematik wird inzwischen höchste Bedeutung beigemessen.
Die vier Hauptgegenargumente konnten wir in Ruhe und bei offener Aufmerksamkeit aller Anwesenden entkräften. "Ja, das sehe ich ein." o.ä. waren die Antworten. Reduziert wurde der Gegenwind dann darauf, dass die Hochschulen sich nicht haben einigen können und dies letztlich eine hochschulinterne Angelegenheit sei. Sehr gut für uns: Die TU kann der Behörde nicht mehr den Schwarzen Peter zuschieben, wir können berechtigterweise sagen: "Ihr habt es in der Hand." Der Artikel im Abendblatt hat für sehr große Aufregung gesorgt. Wir wurden sogar explizit gebeten, die Presse doch möglichst raus zu halten. Das würde nur den konstruktiven Dialog behindern. Wir befänden uns "gerade jetzt in einer sehr interessanten Phase" – na also! Schließlich hat Herr Beuss vorgeschlagen, alle drei Hochschulpräsidenten zu einem Gespräch zu laden. Dieses wird im Januar stattfinden.

Bild vom Protest an der TU
Protest an der TU, 29.11.2006

29.11.2006 - Am Mittwoch findet eine Sitzung des Hochschulsenats der TU Harburg statt. Wir sind mit unserem 3-Säulen-Modell, etwa 250 Studenten und einigen Professoren der HAW vor Ort und zeigen Präsenz. Vor der Sitzung versuchen wir die TU Professoren mit Flugblättern zu erreichen. Während der Sitzung haben wir 10min Rederecht, in denen 2 Studenten dem Hochschulsenat klarmachen können, dass die gefällte Entscheidung gegen den HWI auf falschen Zahlen basierte.
Eine kurze Zusammenfassung der Rede findet ihr hier.
Einige Fotos zum Protest bei der TUHH könnt ihr jetzt downloaden.

14.11.2006 - Unser Widerstand zeigt erste Erfolge. Die Politik hat das Thema HWI aufgegriffen. Der Druck auf Senator Dräger nimmt weiter zu. Wir sind auf dem besten Weg alle Parteien wieder an einen Tisch zu bekommen.

10.11.2006 - Hier gibt es nun die offizielle HWI-Pressemappe für zu Hause.
Bitte denkt auch daran noch die Briefe an den Senat zu schicken!

09.11.2006 - Es ist auch noch ein ausführlicher Radiobericht (0,3 MB) bei NDR 90,3 Aktuell erschienen.

08.11.2006 - So. Nun sind auch etliche Fotos online. File1 (9,04 MB) und File2 (7,02MB) hier downloaden. Außerdem gibt es noch Fotos von den Vorbereitungen: File3 (4,02MB)

07.11.2006 - Hier findet Ihr nun den offenen Brief an Herrn Dr. Klaus v. Dohnanyi, der Ihm gestern beim ZEIT Campus Dialog überreicht wurde. Desweiteren gibt es jetzt exklusiv den Film zur HWI Protest am Michel zum downloaden.

06.11.2006 - Wir als FSR HWI möchten uns noch einmal bei allen bedanken, die heute aktiv mit dabei waren um das 3-Säulen-Modell zu stützen und natürlich auch ganz besonders für die geniale Zusammenarbeit von Alumni, Wi-Ing Aktiv, "freien" Studenten und FSR Mitgliedern im Vorfeld ohne die dieses Event nicht möglich gewesen wäre!

Protestaktion vorm Michel, 06.11.2006

Dreisäulenmodell am Michel
Dreisäulenmodell am Michel