Ergebnisse der TU-Senatssitzung vom 20.12.2006

Hallo ###USER_name###,

hier eine kurze Zusammenfassung der TU-Senatssitzung:
Es waren wieder rund 200 Studenten an der TU, das Modell wurde wieder aufgebaut — ähnlich wie beim letzten Mal.

Im Vorwege der Senatssitzung hatten wir mit sehr vielen wichtigen teilnehmenden Professoren gesprochen, die uns fast ausnahmslos inhaltlich zustimmten, der HWI müsse erhalten bleiben, und uns ihre Unterstützung zusagten.

Auf der Sitzung erhielten wir kurzes Rederecht. Wir appellierten deutlich an die Vorbildfunktion der Senatsmitglieder und an ihr Verantwortungsbewusstsein — auch und gerade im Sinne der TUHH. Wir stellten einen Brief-Entwurf vor, den wir den TU-Senat baten an die Behörde zu schicken. Inhalt war folgender:

Die TU bittet die Behörde, die Diskussion um den Studiengang HWI losgelöst von der Notwendigkeit der neuen BWL-Professuren an der TU zu betrachten (da hier an sich kein inhaltlich notwendiger Zusammenhang besteht). Die TU hat daher einen Kommission einberufen, die prüft ob eine Fortführung des HWI mit bestehenden Ressourcen möglich ist und fordert sie auf, diese Option für uns offen zu halten.

Die TU hätte sich damit alles offen gehalten und wäre keinerlei Risiko eingegangen. Für die Teilnahme an dieser Kommission hatten sich bereits im Vorwege TU-Professoren (u.a. der ehem. Präsident Prof. Dr. Nedeß) bereit erklärt.

Leider bügelte Herr Prof. Dr. Kreuzer den Vorschlag mit dem Einwand kategorisch ab, Herr Senator Dräger habe ihm persönlich, angeblich erst am Montag, nach mehrmaligem Nachfragen immer wieder zu verstehen gegeben, dass diese Option auf keinen Fall bestünde. Unser Einwand, die Wissenschaftsbehörde müsse sich nach einer inzwischen deutlichen Korrektur der HWI-Kennzahlen und der Einmischung des Wissenschaftsausschusses bald neu positionieren, wurde ignoriert.

Der Hinweis, dass keine der drei renommiertesten deutschen TUs auf einen BWL-Master setzt, sondern alle den integrativen Wirtschaftsingenieurstudiengang bevorzugen, erntete lediglich betretenes Schweigen. Dass die TU mit dem Ausstieg aus dem HWI auf einen Schlag rund 20 % ihrer Absolventen sowie 650 immatrikulierte Studenten sowie ihren attraktivsten Studiengang verliert, fand in diesem "akademischen Senat" ebenfalls keinerlei Beachtung.

Nicht einer der Professoren, die uns vorher ihre Unterstützung zugesagt hatten, fand den Mut, einmal das Wort für uns zu erheben. Offensichtlich war in einer internen "Vorbesprechung" bereits das Verhalten abgesprochen worden.

An diesem Tag hat sich in beschämender Weise gezeigt, dass an der TU eine Kultur des "lieber den Mund halten" herrscht.

Dazu passt, dass der TU-Senat von den im Vorwege gelaufenen Kooperationsverhandlungen über den HWI vom Präsidenten kaum informiert wurde. Dass der TU-Senat eine Kündigung der Dreierkooperation eigentlich beschließen muss, soll anscheinend umgangen werden, indem Herr Senator Dräger die Uni und die HAW aufgefordert hat, von ihrer Seite aus zu kündigen. Aber auch darüber wagt offenbar keiner der Senatsmitglieder sich beim Präsidenten zu beschweren (uns gegenüber wurde der Unmut allerdings häufig geäußert!).

Wir werden auf politischer Ebene weiter versuchen, für unser Anliegen zu kämpfen, gerade jetzt, da die wahren Beweggründe der Entscheidung immer deutlicher werden. Gespannt sind wir u.a. auf das Gespräch des Wissenschaftsausschusses mit den Uni-Präsidenten (Herr Prof. Dr. Kreuzer dazu: "Ich habe keine Einladung erhalten - fertig!").

Jedoch müssen wir uns die Frage stellen, inwieweit wir uns für eine Zusammenarbeit mit der TU einsetzen, wenn sich nicht einmal die Professoren, die stark mit dem HWI zusammenarbeiten, sich gegenüber Herrn Kreuzer für uns einsetzen und ihren Standpunkt artikulieren.

 

Trotzdem, einen guten Rutsch und alles Gute fürs Jahr 2007!

FSR und Aktive